Freitag, 13. März 2015

Ida und der große schwarze Vogel

Zum Thema Familienbett hatte ich immer schon eine ganz klare Haltung: Isch möschte das nicht.

Jeder wie er mag, aber für mich hören Spaß und meine endlose Geduld da auf, wo ich nachts nicht einmal mehr meine Hälfte des Bettes für mich alleine habe.

Zu unserer großen Freude hatte Babynella daran auch nie besonderes Interesse gezeigt, und ohnehin schon von kleinst an ein äußerst löbliches Schlafverhalten an den Tag gelegt. Hatte - denn dies änderte sich mit einem Schlag Anfang diesen Jahres, im fortgeschrittenen Alter von 3 Jahren und 10 Monaten, als wir glaubten, mit diesem Thema aber sowas von durch zu sein.

Auf einmal wurde die kleine Dame von Albträumen geplagt, saß nachts schreiend im Bett und stammelte etwas vom großen schwarzen Vogel, der sie holen wolle.

Da ich nachts zwischen halb drei und fünf prinzipiell zu nichts zu gebrauchen bin, hab ich sie mir in diesen Fällen einfach geschnappt, bei uns ins Bett gelegt und alle haben weitergeschlafen. Eine Nacht, zwei Nächte, fünf, zehn... Bis mich irgendwann das Gefühl beschlich, der große schwarze Vogel könne vielleicht längst davon geflattert sein, der Wunsch nach gemeinschaftlichem Schlafen sich aber ein gemütliches Nest gebaut haben.

Also fingen wir an, mit etwas mehr Nachdruck zu erwähnen, daß das Fenster ja zu sei und somit gar kein Vogel ins Kinderzimmer könne. Außerdem schliefen die Nachts ja auch alle auf ihrem Schlafbaum... Es half nichts, und nach sechs Wochen der allnächtlichen Schlafunterbrechung wurde mein Nervenkostüm langsam dünner. Eine Lösung des nicht vorhandenen Problems mußte her.

Als Babynella mal wieder bereits beim Einschlafen begann, ihre nächtliche Wanderung verbal vorzubereiten "Wenn der große schwarze Vogel wieder kommt darf ich aber doch rüberkommen..?", ging ich die Sache beherzt an.

Ich hüpfte vom Hochbett, griff mir aus der Komode ein pink getupftes Mulltuch und band es mit großer Geste um den Rausfallschutz.

"Babynella, weißt Du, was das ist?"

Babynella guckte mich verständnislos an, als wollte sie sagen: "Hälst Du mich für dumm? Das ist ein Mulltuch!"

Ehe sie das aussprechen konnte setzte ich nach: "Das ist eine Vogel-Warn-Schleife! Die sagt allen Vögeln, die es trotz geschlossenem Fenster hier rein schaffen, daß sie um dieses Bett einen großen Bogen fliegen sollen!"

"Warum?"

Mist. Damit hätte ich rechnen können.

"Äh, weil....äh...Weil dieses Bett von einer Katze bewacht wird!"

Aus dem Stapel Plüschtiere hinter dem Kopfteil zog ich Ida, die schwarz-weiße Katze hervor.

"Du weißt doch, daß Katzen Vögel jagen!? Und Ida tut das auch! Katzen haben nämlich scharfe Zähne und Krallen und verputzen Vögel gerne als Mitternachtssnack! Am liebsten mit Ketchup!"

"Nicht mit Senf?"

"Nein, Senf nehmen sie nur zu den Mäusen."

Ein ersticktes Geräusch drang aus dem Wohnzimmer, wo Babynellas Papa unserem Gespräch lauschte.


Ich positionierte Ida neben der Vogel-Warn-Schleife, ihr Kopf guckte nun zwischen zwei Latten nach draußen.

Babynella war noch nicht überzeugt, und übte sich nun an völlig unpassender Stelle in Mitleid.

"Und wenn die Katze den Vogel gefressen hat, kommt der dann trotzdem noch in den Himmel?"

"Jaaahaaaa, klar!"

"Im Kindergarten lag neulich ein toter Vogel im Hof, den hat die Erzieherin einfach in die Mülltonne geworfen. Wie kommt der Vogel denn von da in den Himmel?"

Der Papa hatte sich uns mittlerweile angeschlossen und grunzte: "Das ist der Aufzug!"

"Mmmmmmhhhh.... ist gut."

"Schläfst Du jetzt?"

"Ja."

Es war die erste Nacht nach sechs Wochen Drama in der Babynella nicht zu uns rüberkam. Ihr folgte noch eine, und noch eine, und noch eine.

Ich gratulierte mir für meinen genialen Einfall, der Papa übte sich voller Freude in Fassungslosigkeit.

Bis wir ein paar Wochen später beim Sonntagsfrühstück saßen und, übermütig und ausgeschlafen wie wir waren, übertrieben die gefährliche Plüschkatze Ida lobten, die den großen schwarzen Vogel nun schon so lange tapfer in Schach hielt.

Ein wenig gelangweilt sah Babynella uns mit lockenumwirrten Blick an. "Ich weiß schon, Ihr wollt bloß nicht, daß ich bei Euch schlafe."

Die wirklich Schlauen denken sich offenbar: Warum einfach klein bei geben, wenn die Alten am Ende vielleicht noch eine richtig gute Show auf die Bühne stellen?





Donnerstag, 5. März 2015

Lottie - oder wie ich zur Puppenoma wurde

Am Sonntag wird Babynella vier Jahre alt, ein erstes Geschenk gab es schon diese Woche.

Lottie, eine kleine Anziehpuppe, bei deren Anblick Babynella spontan in Verzückung ausbrach.

Erste Frage: "Mama, wie sieht die unter ihren Kleidern aus?". Öh, ja, nun, warum nicht den Dingen gleich auf den Grund gehen?

Flugs die Puppe ausgezogen und festgestellt, daß Lottie aussieht, wie kleine Mädchen eben so aussehen.

Erst der spätere Blick auf den Karton machte mir klar, daß sie für diese Tatsache sogar ausgezeichnet wurde, nämlich dafür daß sie "mit den realen Proportionen eines neunjährigen Kindes den Mädchen ein gesundes Körperbild vermittelt". Aha. Nun, ich denke, es gibt durchaus eine Reihe von Puppen die nicht aussehen wie eine von Schönheitsidealen gesteuerte Frau, zudem hat Babynella gleich beschlossen, daß Lottie "drei Jahre als ist, und bald Geburststag hat" (ach!), aber sei's drum.

Lottie ist wirklich ein hübsches Püppchen und was mir an ihr gefällt ist, daß sie klein und leicht ist, und somit im Gegensatz zu Babynellas geliebter Puppi (eine reichlich schwere Babypuppe) in meine Handtasche paßt und uns somit begleiten kann. Im Kindergarten wurde sie dann auch prompt heute Morgen stolz herumgezeigt.


 



Was mich allerdings wirklich irritiert ist die Altersempfehlung: Lottie soll schon für Kinder ab drei Jahren geeignet sein. Da gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Babynella ist in ihrer feinmotorischen Entwicklung weit zurück, oder die Empfehlung kommt einfach nicht hin. Da ich erstes bislang nicht feststellen konnte, dürfte wohl letzteres zutreffen.

Ausziehen ging nämlich noch ganz gut, aber wieder anziehen? Eine Katastrophe, die mit viel Geheule begleitet wurde. Wenn man nämlich in einem Alter ist, in dem man "alles!!! alleine!!!" kann, bringt es einen schier zur Verzweiflung, wenn man die kleine Jacke nicht über die Puppenarme gezogen bekommt, geschweige denn in der Lage ist, eine hautenge Strumpfhose über die Beinchen zu ziehen (das kriegt Babynella ja gerade mal bei sich selber hin).

Übung wird auch hier die Meisterin machen, bis dahin erfordert Lottie mein ganzes Geschick als ehemalige Puppenmama (bin ich damit jetzt eigentlich eine Puppenoma??? Oh, Mann...).




Was mir sehr gut gefällt: Die Puppe ist liebevoll aufgemacht, und ihre Kleidung mit vielen Details versehen und schön genäht. Mir gefällt der türkise Aufschlag an der Jacke ebenso wie die Tatsache, daß der kleine Hund auf dem Pullover per Klettverschluß ausgetauscht werden kann.

Ich denke, wir werden mit Lottie noch viel Spaß haben!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Auch ein Blog braucht mal neue Schuhe!

Es war dann doch so langsam mal notwendig - mit blutendem Herzen habe ich mich von meinem liebgewonnenen Titelbild getrennt, denn es spiegelte einfach falsche Tatsachen vor... Nämlich Schuhgröße 15 bei Babynella.

Da isses noch mal...


Tatsächlich ist sie inzwischen im doppelten Wortsinn ein großes Mädchen geworden und überragt alle ihre Freunde deutlich. Dazu passend auch sie auch riesige Füße, wächst im Alter von "halb vier, Mama!" (also 3 Jahren, 11 Monaten und fast 3 Wochen) gerade in Schuhgröße 31 hinein.

Deshalb also nun der Wechsel, fort von den süßen Babyschühchen, hin zu den coolen Hasensneakers.

Wenn das so weitergeht, passen ihr zur Einschulung meine Schuhe...


Sonntag, 22. Februar 2015

Shoppingtip: Mama & Tochter im Partnerlook bei Esprit

Babynella hat diese Woche ihren neuen Kleiderschrank bekommen, nachdem der alte einfach zu klein, zu wackelig und zu schäbig geworden war. Ich glaube, derzeit bin ich mehr davon begeistert als sie, denn als ich ihn einräumte, und all die süßen Kleidchen nebeneinander auf der Stange hängen sah, hatte ich so ein richtiges "Hach!"- Erlebnis.

Blöderweise macht so ein Anblick Lust auf mehr, und da ich ohnehin langsam keine wattierten Jacken und Thermohosen mehr sehen kann, habe ich mich mal wieder im world wide web auf die Suche nach einem süßen Mama-Tochter-Outfit begeben.

Beim Klick auf die Seite von Esprit sah ich auf einmal Sternchen, und zwar auf ganz vielen supersüßen Klamotten. Sterne waren ja schon im Winter Trend und sind uns vor allem auf Oberteilen begegnet. Für mich sind sie aber sowas wie ein all time classic und ich habe mich noch lange nicht daran satt gesehen.

Hier also meine Stylingtips für die allerallerersten Frühlingssonnenstrahlen:

Für das kleine Mädchen von Welt:






Für die chice Mama:





Und zu guter Letzt der Clou: Identische Sternchenhoodies für Mama und Tochter (durchaus auch für Jungs tragbar)!



Besonders gut gefällt mir das gestreifte Sternchentuch, das es zwar in der Kinderabteilung gibt, aber groß genug ist, um auch von der Mama getragen zu werden. Ich bin so hingerissen, daß ich ernsthaft überlege, es tatsächlich für Babynella UND für mich zu kaufen.

Oh Mann, ich glaube, sowas nennt man Frühlingsgefühle beim Shoppen...


Dienstag, 20. Januar 2015

Monstermäßige Aussichten

Nach einer längeren Pause melde ich mich heute mit einem DIY zurück.

Für das neue Jahr hatte - und habe - ich nur einen einzigen Vorsatz: Mich nicht mehr so abzuhetzen.

Ich tanze gern auf jeder Hochzeit, keine tolle Idee ohne mich, und dementsprechend hab ich insbesondere im letzten Jahr einfach unfaßbar viel um die Ohren gehabt. Job, Kind, Mann, Hobbys, Freunde, blablabla... Nun ist es einfach gesagt, sich weniger ans Bein binden zu wollen, wenn einem doch all diese Dinge so wahnsinnig viel Spaß machen. Mein Versuch es in diesem Jahr besser zu machen, besteht also neben dem Vorsatz, auch mal was ab, bzw. gar nicht erst zuzusagen darin, die Dinge mit möglichst viel Vorlauf anzugehen.

Bislang läuft das ganz gut. Das Karnevalskostüm für Babynella (Minnie Maus) ist bereits genäht, und auch wenn ihr 4. Geburtstag erst Anfang März ansteht, haben wir den grauen Januarnachmittag heute genutzt, um schon mal Einladungskarten zu basteln, die wir dann in ein paar Wochen verteilen, und die gleichzeitig Muster für die restliche Dekoration sein werden.

Das Motto lautet dieses Jahr "Ein monstermäßiger Geburtstag", und so habe ich auf dünner Pappe verschiedene Monster aus der Hand vorgezeichnet und Babynella hat sie ausgeschnitten. Dann hat sie ausgesucht, wieviele Augen die Monster haben sollen, über Schleifen, Fühler, Münder und Bauchnabel entschieden und die Teile festgeklebt. Mit Edding hab ich dann mal lieber selber gemalt... Allerdings wollte sie unbedingt die Namen ihrer Gäste selbst auf die Monster schreiben, und das hat dann auch unter meinen wachsamen Augen schweinereifrei geklappt.

Auf die Rückseite kommt dann auf weißem Papier noch ein Ausdruck des Was-wann-wo-wie und fertig ist die Monsterparade. Die nächsten Schlechtwettertage werden wir zum Basteln verschiedener großer Dekomonster nutzen, außerdem muß ja noch ein Mosterkostüm her... Eine Idee für einen Monsterkuchen hab ich schon aus dem Netz gefischt. Außerdem wird es bunte Zuckerwatte und (vielleicht gefärbtes) Popcorn geben. Ähm. Früh anzufangen war vermutlich wirklich eine gute Idee! Wie war das noch mit meinem Vorsatz...?


Freitag, 12. Dezember 2014

Milchstau

Durch seine Kinder kann man ja so viel lernen!
Zum Beispiel,  daß Probleme,  die man bislang ausschließlich einer bestimmten Gruppe zugeordnet hat, auch bei ganz anderen Leuten vorkommen können.
Babynella nimmt beim Frühstück einen Riiiiiiiiesenschluck aus ihrem Milchbecher und stellt diesen dann leise röchelnd ab.
"Mama, ich hab Milchstau!"
"????"
"...in meinem Hals."
"*kicher*"
Babynella streicht sich gleichmäßig über den Hals.
"Jetzt massier ich den wieder weg!"
Die Kleine ist auf jeden Fall gewappnet für zukünftige Herausforderungen!

Donnerstag, 13. November 2014

Geschenkidee: BabySteps Rubbelkalender

Seit Wochen bekomme ich täglich den Playmobil Katalog unter die Nase gehalten. "Mamaaaaaa, ich wünsche mir das und das und das und das möchte ich, und das auch...." Um es kurz zu machen: Weihnachten naht!

Wer gerade zufällig eine schwangere Freundin hat, für den habe ich einen schönen Geschenktipp: Den BabySteps Rubbelkalender

Passend zur (Vor-)Weihnachtszeit funktioniert er wie ein Adventskalender für die Schwangerschaft. Zwischen der 5. und 38. Schwangerschaftswoche gibt es für jeden Tag ein Feld zum Freirubbeln, mit Tips und Infos rund um Baby und Schwangerschaft.


Ich finde das nicht nur eine schöne Art, die Vorfreude zu genießen, gleichzeitig bekommt man in einer Zeit, in der man noch nicht unbedingt die dicken Ratgeber wälzt (das kommt dann später) auf diese Art und Weise nette, kleine Informationshäppchen.

Der Kalender ist liebevoll gestaltet und paßt so richtig schön ins tiptop vorbereitete, aber noch nicht bezogene Kinderzimmer. Naja. Oder in den Raum, der mal Kinderzimmer werden soll, wenn man erst mal das Bügelbrett, den Schreibtisch und das Gästebett rausgeräumt hat, und in den man letztlich kurz vor knapp einen Wickeltisch mit putzigem Mobile reinschiebt.

Egal, von der Firma Splash Brands in Deutschland produzierte Kalender ist auf jeden Fall wirklich schön anzusehen und macht bestimmt nicht nur besagter Erstschwangeren Spaß, sondern ist auch eine nette Begleitung, wenn es schon ein Geschwisterchen gibt, und es um Fragen wie "wie groß ist das Baby jetzt?" oder "was macht das Baby denn da drin so?" geht.

Prädikat: Schönes Geschenk für sich selbst oder die Freundinnen!